Die CliniClowns-Visiten

„Dürfen wir hereinkommen?“ – dieser Satz steht meist am Anfang unserer Visite. Zu zweit, meist ein Mann und eine Frau, besuchen wir jedes Kind in seinem Zimmer, an seinem Bett. Dabei haben wir zwar die weißen Ärztekittel an. Doch durch unsere roten Clownsnasen sind wir deutlich als Clowns zu erkennen. Und über unsere seltsamen „medizinischen“ Geräte – z. B. ein Zentimetermaß zum Fiebermessen, eine Blutdruckmanschette, aus der ein Luftballon herauswächst oder Stethoskope, an deren Ende ein Telefonhörer baumelt – können die Kinder lachen und verlieren so die Furcht vor den echten Untersuchungsgeräten.

Aber nicht nur das: Die Kinder erkennen, dass wir oftmals hilfloser sind als sie, oder tollpatschig und unwissend. Dann wachsen sie über sich hinaus – sie können den „armen CliniClowns“ helfen und ihnen zeigen, wie man es richtig macht. Sie bekommen Selbstvertrauen und Mut. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen die Clowns Fingerspitzengefühl und Improvisationstalent. Und bei aller künstlerischen Freiheit: Selbstverständlich haben wir die Verpflichtung, die Privatsphäre des Kindes und seiner Angehörigen zu respektieren.

Vor unserer Visite treffen wir uns mit der betreuenden Kinderkrankenschwester und wenn nötig auch mit dem zuständigen Arzt zu einem ausführlichen Gespräch. Von ihnen erhalten wir die notwendigen Informationen, Verhaltensregeln, Hygienevorschriften usw., damit wir uns auf die einzelnen Kinder richtig einstellen können. Manchmal werden wir auf Wunsch des Pflegepersonals auch in die Therapie integriert – und können so mitunter die medizinische Behandlung unterstützen.

Krankenhaus-Visitenplan

Von Mitte September bis Mitte Juli, egal ob Ferien oder Feiertage, besuchen wir regelmäßig jede Woche in allen vier Kinderstationen die kranken Kinder in ihren Zimmern.

Ebenso die Erwachsenen in der Onkologie-Abteilung im Landeskrankenhaus Feldkirch und in Bludenz

Bei einer Clown-Visite betreuen wir bis zu 25 Kinder.

Das bedeutet: Bei über 150 Clownvisiten im Jahr besuchen wir jährlich mehr als 2.500 kranke Kinder! Mindestens ebenso viele Kinder und Angehörige treffen wir als Besucher in den Kinderstationen und noch viel mehr bei unseren Auftritten außerhalb des Krankenhauses.